Ein neues Design freut Besucher — Suchmaschinen und Kartenapps stellen aber eine andere Frage: Ist das noch dieselbe vertrauenswürdige Adresse? Wenn URLs brechen, fehlen Weiterleitungen oder das Google-Unternehmensprofil noch die alte Domain zeigt, verlieren Sie wochenlang Anrufe und Formularanfragen. Mit dieser Checkliste minimieren Sie das Risiko, ohne SEO-Profi werden zu müssen.
1. Inventar vor dem Umbau
- Liste aller wichtigen URLs (Leistungen, Impressum, Kontakt, ggf. Blog) — aus dem Browser, aus der alten Sitemap oder Google Search Console.
- Welche Seiten haben Backlinks von Branchenverbänden, Lieferanten oder der Gemeinde? Diese zuerst absichern.
- Wo läuft Tracking (Analytics, Meta-Pixel)? Dokumentieren, welche IDs eingebunden sind — beim Wechsel oft vergessen.
2. Weiterleitungen (301) richtig planen
Jede Seite, deren Adresse sich ändert, braucht eine permanente Weiterleitung auf die neue URL. Beispiel: /leistungen.html wird zu /leistungen/ — ohne 301 landen Besucher und Google auf 404-Seiten. Ihre Agentur oder ich im Rahmen einer Website-Überarbeitung können das technisch umsetzen; als Auftraggeber sollten Sie die Redirect-Matrix (alt → neu) freigeben.
3. Google-Unternehmensprofil & regionale Daten
Für Handwerk in Walldürn, Buchen, Hardheim und Umgebung ist das Profil oft wichtiger als die Startseite: Öffnungszeiten, Telefon, exakt gleiche Schreibweise des Firmennamens und der Adresse wie auf der Website. Nach dem Relaunch: Website-Link prüfen, ggf. neue Unterseiten verknüpfen, Fotos aktualisieren, wenn sich Leistungen geändert haben.
4. Inhalte: nicht alles auf einmal löschen
Texte mit nachweislich guter Klickrate oder vielen externen Verweisen sollten inhaltlich erhalten oder sinnvoll zusammengeführt werden. „Leere“ Platzhalter-Seiten schaden mehr als ein altes, etwas hässliches Layout. Wenn Sie stark kürzen, planen Sie mindestens eine starke Ersatzseite pro früherem Schwerpunktthema.
5. Technik: HTTPS, Zertifikat, Ladezeit
Nach Domain- oder Hostingwechsel passiert oft: Zertifikat fehlt oder es gibt gemischte Inhalte (Bilder noch per http://). Browser warnen dann — Kunden brechen ab. Kurz testen: Startseite, Kontaktformular, Karte einbetten. Ladezeit: große Baustellenfotos vorher komprimieren; das hilft auch mobilen Nutzern unterwegs im Odenwald mit schwächerem Empfang.
6. Nach dem Go-live (erste 14 Tage)
- Search Console (falls eingerichtet): Crawling-Fehler beobachten.
- Formulare und Rückrufnummer live testen — nicht nur im Büro-WLAN.
- Alte Lesezeichen der Mitarbeitenden: kurz informieren, welche URL sich geändert hat.
Vertiefung
- Google Search Central — offizielle Hinweise zu Umzügen und SEO
- t3n · CIO.de — Einordnung Webprojekte
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